06 Februar

Sputnik Deutschland: Moskau will keine Zwietracht in der EU säen – Russlands Botschafter in Wien

Moskau will keine Zwietracht in der EU säen – Russlands Botschafter in Wien

Sputnik Deutschland / 05.02.2019


Moskau sorgt trotz künstlich geschaffener Hürden weiterhin für einen konstruktiven Dialog mit der Europäischen Union. Dies beteuerte Russlands Botschafter in Wien, Dmitri Ljubinskij, bei einer Konferenz anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des österreichischen Thinktanks ICEUR.


Es sei demnach nicht das Ziel Moskaus, Zwietracht in der EU zu säen, da die Europäische Union der wichtigste Handelspartner Russlands bleibe.

Ljubinskij verwies unter anderem darauf, dass der Handelsumsatz mit Österreich 2018 erheblich wuchs und mit 5,6 Milliarden Dollar das Vorkrisenniveau übertraf.

„Wir erachten dies als ein Beispiel für eine natürliche Rückkehr des gegenseitigen Handels auf ein Niveau, das dem Grad der gegenseitigen Durchdringung der Wirtschaften Russlands und der EU entspricht und von einer vernünftigen kommerziellen Logik sowie dem geschäftlichen Interesse an der Überwindung künstlich geschaffener Hürden zeugt“, verlautbarte der Botschafter.

Warenumsatz zwischen Russland und Österreich schlägt Rekorde


Ljubinskij zufolge zielt Russland weiterhin auf den Aufbau eines konstruktiven und pragmatischen Dialogs in allen Bereichen ab.

Dabei sind die wichtigsten Themen die Stärkung des Energiedialogs, die Förderung von Integrationsprojekten zwischen der EU und der Eurasischen Wirtschaftsunion sowie eine Zusammenarbeit bei kulturellen, humanitären und zivilgesellschaftlichen Fragen.

„Russland tritt weiterhin für die Rückkehr zu einer umfassenden Zusammenarbeit mit der EU auf Grundlage gegenseitigen Vertrauens, eines Interessenausgleichs und der Wiederherstellung einer strategischen Vision unserer Beziehungen auf“, betonte Ljubinskij.

Er gestand allerdings, dass der heutige Stand der Beziehungen zwischen der EU und Russland kaum zufriedenstellend sei.

Russland werde aufgrund des „unvorhersehbaren Verhaltens einiger führenden Akteure (auf der Weltbühne – Anm. d. Red.)“ sowie der zunehmenden globalen Instabilität zum Dialogaufbau gezwungen, so der Botschafter.