BOTSCHAFT DER RUSSISCHEN FÖDERATION IN DER REPUBLIK ÖSTERREICH
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Die Große Gesandtschaft Peters I. in Wien

Kurze Vorgeschichte. In der Geschichte der Außenpolitik Russlands nimmt das Ende des XVII. Jahrhunderts einen besonderen Platz ein. Dies war eine Zeit, in der unser Land allmählich mit der Lösung seiner wichtigsten Herausforderungen begann. Es entsteht die Notwendigkeit, einen Platz unter jenen Staaten einzunehmen, welche imstande sind, einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der internationalen Beziehungen auszuüben. Die wirtschaftliche Entwicklung und die nationalen Interessen erfordern nachdrücklich eine Aktivierung der Außenpolitik gerade in westeuropäischer und südlicher Richtung. Die ersten Jahre der Herrschaft Peters I. sind der Lösung des Schwarzmeerproblems gewidmet, denn das Recht zur Nutzung dieses Seewegs gehört vorläufig ausschließlich dem Osmanischen Reich. Peter fiel als Erbe noch aus der Regierungszeit seiner Schwester Sofja eine antitürkische Allianz zu, in deren Rahmen Russland im Bündnis mit Österreich, Venedig und Polen-Litauen den Krieg gegen die Hohe Pforte weiterführte. 1695 – 1696 unternimmt Peter zwei Feldzüge gegen Asow. Als Ergebnis des zweiten Feldzugs wurde die Stadt eingenommen. Eine weitere Folge der Asowfeldzüge ist der Abschluss eines antitürkischen Vertrags zwischen Russland, Österreich und Venedig. Gerade deshalb begann in diesen Jahren für Russland der „österreichische Faktor“ eine herausragende Bedeutung einzunehmen. Angesichts des großen Ausmaßes der vor Russland stehenden Fragen – sich die Unterstützung der europäischen Nachbarn zu sichern, um sich einen Zugang zum Schwarzen Meer und zur Ostsee zu verschaffen - hing der Erfolg der jungen petrinischen Diplomatie auch davon ab, auf welcher Seite in dieser Konstellation der politischen Kräfte Österreich stehen wird, eines der mächtigen Kontinentalreiche des XVII. und XVIII. Jahrhunderts. 

Die Große Gesandtschaft. Als Mitglied der „Großen Gesandtschaft 1697/98 besuchte Peter neben anderen europäischen Staaten auch Österreich. Im Sommer 1698 überquerte er nach der Reise durch Norddeutschland, Holland und England die Grenzen des Heiligen Römischen Reiches. Die Notwendigkeit der Reise nach Wien war bedingt durch die für Russland zu diesem Zeitpunkt nicht sehr günstige internationale Lage. Die ehemaligen Verbündeten Russlands in der antitürkischen Koalition, Österreich und Venedig, begannen, hinter dem Rücken Peters Geheimverhandlungen mit dem Osmanischen Reich über den Abschluss eines Bündnisvertrags zu führen. Darin wurden sie aktiv von England und Holland unterstützt. Eine solche Situation war höchst vorteilhaft für Wien, welches von der Schwächung seines Erzfeines Frankreich träumte, indem es sich die Unterstützung der Seemächte sicherte. Eine nicht unwichtige Rolle spielten die Pläne der Österreicher, sich einen Anteil des sogenannten „spanischen Erbes“ zu sichern. Bei einer solchen Konstellation hatte Österreich alle Chancen auf den Erhalt Spaniens und England und Holland eines Teils der spanischen und französischen Kolonialbesitzungen. Österreich rechnete damit, dass Russland und das Osmanische Reich, welche mit ihrem gegenseitigen Krieg beschäftigt waren, sich nicht in die Verwirklichung seiner Pläne einmischen können. Um die für Russland unerwünschten Folgen dieser geheimen Intrige zu verhindern, beschloss der junge energische Zar, sich nach Wien zu begeben. Er brannte förmlich darauf, sich mit Kaiser Leopold zu treffen, diesem seine Freundschaft zu versichern und die antiosmanische Allianz zu stärken. 

Das Treffen der Herrscher. Die Begegnung Peters I. und des österreichischen Herrschers Leopold I. fand am 6. Juni 1698 statt. Aber dieser gingen sehr schwierige Vorverhandlungen voraus. Dreimal wandte sich der russische Zar mit der Bitte um eine Audienz an den Kaiser. In Österreich verhielt man sich immer aufmerksam gegenüber dem Zeremoniell und man dachte intensiv darüber nach. Die Sache wurde noch durch den Umstand verkompliziert, dass nach offizieller Version der Herrscher sich nicht unter den Delegationsteilnehmern befand. Aber trotzdem sollte man in irgendeiner Weise dem hochgewachsenen jungen Mann Aufmerksamkeit erweisen, welcher sich als „Bombardier des Preobraschensker Regiments Pjotr Michajlow“ ausgab. Für die Lösung solcher feinen Protokollnuancen und die Ausarbeitung der Details für den Einzug der Gesandtschaft in Wien bedurfte es eines ganzen Monats. Seine katholische Hoheit Leopold I., Herrscher des Heiligen Römischen Reichs, Erzherzog von Österreich, König von Böhmen und Ungarn, anerkannte mit Ausnahme des römischen Papstes keinen Sterblichen als ihm ebenbürtig. Leopold verspürte eine unerschütterliche Überzeugung von der Gewichtigkeit seiner Position. Die Habsburger waren eine der ältesten herrschenden Dynastien Europas. Dreihundert Jahre lang wurde die Krone des Heiligen Römischen Reiches, dessen Geschichte und unbestrittenen Rechte auf Karl den Großen zurückgingen, in ununterbrochener Reihenfolge von einem Habsburger zu einem anderen übergeben. Gegen Ende des XVII. Jahrhunderts schwächten die Reformation und der Dreißigjährige Krieg die kaiserliche Macht, nominell jedoch blieb der Imperator weiterhin der oberste weltliche Herrscher der christlichen Welt. Es ist nicht verwunderlich, dass Peter mit Ungeduld das persönliche Treffen mit Leopold erwartete. Die österreichischen Hofbeamten beharrten hartnäckig darauf, dass Seine Kaiserliche Hoheit nicht öffentlich einen Zaren empfangen könne, der unter einem anderen Namen herumreist. Aber die Hartnäckigkeit seines höfischen Vertrauten Lefort trug Früchte in Form einer Zustimmung für ein persönliches Treffen. Die kaiserlichen Ratgeber und Konsultanten, Historiker und Heroldsmeister stritten erregt über die zeremoniellen Feinheiten für die Begegnung mit der Gesandtschaft, um dabei nicht die Würde des erlauchten Herrschers herabzusetzen. Wie groß auch sein Herrschaftsbereich war, so konnte der Moskauer Zar verständlicherweise nicht als ein dem Kaiser und Stellvertreter Gottes ebenbürtiger Kronenträger empfangen werden. Schließlich fand die Begegnung in der Sommerresidenz der Habsburger, der „Favorita“, statt, der heutigen Diplomatischen Akademie. Peter brachte man unter Beachtung seines Inkognitos durch eine Gartentür und danach über die hintere Wendeltreppe in den Empfangsraum. Lefort instruierte den Zaren mit großem Eifer und machte ihn mit dem festgelegten Protokoll für die Begegnung vertraut: beide Monarchen sollten den langen Audienzsaal gleichzeitig betreten, und zwar durch die gegenüberliegenden Türen. Danach mussten sie langsam aufeinander zugehen und sich genau in der Mitte treffen, neben dem fünften Fenster. Nachdem Peter die Tür geöffnet hatte und Leopold erblickte, vergaß er jedoch sämtliche Belehrungen und bewegte sich in Richtung Kaiser mit großen, schnellen Schritten. Er trat an ihn heran, als dieser erst das dritte Fenster erreicht hatte. Als die beiden Herrscher sich für das Gespräch in eine Fensternische zurückzogen und dabei nur von Lefort als Dolmetscher begleitet wurden, atmeten die Höflinge erleichtert auf und sahen, dass der Zar ihrem Herrscher große Achtung erweist und sich ehrerbietig verhält. Die Gesprächspartner bildeten einen scharfen Kontrast: der achtundfünfzigjährige Kaiser war klein und blass. Eine riesige Perücke umrahmte sein enges, düsteres Gesicht und über der hervorstehenden Unterlippe hing ein dichter Schnurrbart. Der sechsundzwanzigjährige riesig große Zar gestikulierte heftig. Das Treffen lief auf den Austausch von Liebenswürdigkeiten hinaus und dauerte fünfzehn Minuten. Puschkin beschrieb den Maskenball, der danach von Leopold zu Ehren des Bombardiers Michajlow gegeben wurde, folgendermaßen: „Der Gastgeber stand vom Tisch auf, brachte Peter ein Glas Wein und sagte: „Ich weiß, dass Sie mit dem russischen Zaren bekannt sind, trinken wir auf seine Gesundheit.“ „Das ist wahr“, antwortete Peter, „ich kenne ihn wie ich auch weiß, dass er Ihr Freund und Ihren Feinden ein Feind ist“. Peter konnte bei den auf dem Empfang anwesenden europäischen Gesandten einen guten Eindruck hinterlassen, die seine Gebildetheit und ausgezeichneten Manieren würdigten. Das kann als großer Erfolg der jungen Diplomatie Peters angesehen werden, wodurch das Bild Russlands in Europa verbessert wurde.

Das Protokoll wurde eingehalten, aber politisch deckten sich die Interessen Österreichs und Russlands damals nicht. Trotz der Tatsache, dass man Peter in Wien mit Höflichkeit und Freundlichkeiten begegne, kann man seine diplomatische Mission nur schwer als erfolgreich bezeichnen. Ziel des Besuchs der Großen Gesandtschaft in Wien war es, das Interesse Österreichs an der Wiederaufnahme von dieses Mal entschlosseneren Kampfhandlungen gegen die Osmanen zu wecken. Stattdessen mussten die Gesandten größte Anstrengungen aufwenden, um die Österreicher an der Annahme der türkischen Friedensvorschläge zu hindern, welche für Österreich höchst vorteilhaft waren, nicht jedoch für Russland. Gemäß den Bedingungen des vorgeschlagenen Friedens sollten alle Kampfparteien mit der Anerkennung des Status quo einverstanden sein, wobei jede Seite alle zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung eroberten Territorien für sich behalten sollte. Für die Habsburger war das eine günstige Entscheidung, denn unter ihrer Herrschaft wären sowohl Ungarn als auch ein Teil Transsylvaniens verblieben. Den Österreichern erschien in diesem Kontext der Gedanke an einen Friedensschluss mit der Hohen Pforte höchst verlockend. Der einzige, dem eine mögliche Versöhnung nicht passte, war Peter. Zweimal - in den Jahren 1695 und 1696 - nahm er die Kampfhandlungen gegen die Osmanen wieder auf, führte erfolgreich die zwei Asowfeldzüge durch und eroberte die Festung, wobei er als Endziel hatte, mit vollen Segeln in das Schwarze Meer einfahren zu können. Er unternahm übermenschliche Anstrengungen, um in Woronesch eine Werft einzurichten, reiste nach Europa, um dort den Schiffsbau zu erlernen und um Schiffbaumeister, Kapitäne und Matrosen anzuheuern. Alles mit dem Ziel, eine neue Meeresflotte zu schaffen. Er war nicht berechtigt, zuzulassen, dass der Krieg zu Ende ging, bevor er nicht zumindest Kertsch erobert und die Osmanen dazu gezwungen hatte, ihm das Recht auf die Ausfahrt in das Schwarze Meer zuzugestehen. Die Österreicher, welche 1697 einen Sieg über das Osmanische Reich errungen hatten, waren bestrebt, diesen zu festigen, um die Hände für den Krieg um das „Spanische Erbe“ frei zu bekommen. Ein Friedensschluss hätte alle Bemühungen Peters zunichte gemacht. Er legte seine Sicht des Problems persönlich in den Schreiben an den kaiserlichen Außenminister, Graf Kinsky, dar, welcher diese dem Kaiser zur Kenntnis brachte. Im Bewusstsein, dass die Österreicher fest zu einem Friedensschluss entschlossen sind, konzentrierte Peter seine Aufmerksamkeit auf die Bedingungen des Friedens. Erstens brauchte er Garantien dafür, dass der Kaiser auf der Übergabe der osmanischen Festung Kertsch an Russland beharrt, welche den Schlüssel zur Meerenge zwischen dem Asowschen Meer und dem Schwarzen Meer bildete. Ohne Kertsch hätte die neue Flotte Peters nicht in das Schwarze Meer einfahren können und wäre im Asowschen Meer eingeschlossen geblieben, welches zwar ausreichend groß, jedoch strategisch nutzlos ist. Kinsky antwortete, dass der Friedenskongress, zu welchem man natürlich auch Russland einladen werde, noch nicht begonnen habe, und wenn Peter Kertsch brauche, so solle er es möglichst rasch erobern, solange der Friedensvertrag noch nicht unterzeichnet ist, denn es sei zweifelhaft, dass es gelingen werde, das Osmanische Reich mit diplomatischem Druck am Verhandlungstisch zu einer Übergabe zu zwingen, „denn die Türken sind es nicht gewohnt, ihre Festungen kampflos abzugeben“. Schließlich wurde wenigstens das Versprechen des Kaisers erhalten, den Vertrag nicht zu unterzeichnen, bevor er den Zaren nicht mit allen seinen Bedingungen bekannt gemacht habe. Der österreichische Imperator war mit der Berechtigtheit der Forderungen Peters einverstanden, zeigte jedoch keinerlei Absicht, mit dem Osmanischen Reich einen Krieg zu führen. Da die Herrscher Österreichs und Russlands diametral entgegengesetzte Positionen einnahmen, brachten ihre Verhandlungen keine Ergebnisse und liefen auf den formalen Austausch von Liebenswürdigkeiten hinaus. In Wien traf sich Peter auch mit Vertretern des polnischen Königs August II., indem er die Zahl der Verbündeten zu erhöhen und sich wenigstens eine formale Unterstützung zu sichern versuchte unter den Bedingungen der bevorstehenden Isolation Russlands durch die ehemaligen Verbündeten in der antitürkischen Koalition sowie durch die Seemächte England und Holland.

Politische Ergebnisse und Konsolidierung der russisch-österreichischen diplomatischen Kontakte. Trotzdem ist die Bedeutung der „Großen Gesandtschaft“ nur schwer zu überschätzen. Peter bekam eine Vorstellung von der ungewöhnlich komplizierten internationalen Lage in Europa. Er verstand, dass ein Aufstieg Russlands von den westlichen Monarchen nicht begrüßt wird. Gleichzeitig erkannte der Zar deutlich die Notwendigkeit einer Annäherung an Europa. Ebenfalls ersichtlich wurde der Kreis der Verbündeten und Gegner Russlands für die nächsten Jahre. Ungeachtet der Tatsache, dass noch unmittelbar vor der Einnahme Asows Russland und Österreich verbündete waren, wurde während des Aufenthalts Peters in Wien klar, dass sich die Lage kardinal verändert hatte und die beiden Länder durch keinerlei Verpflichtungen mehr gebunden waren. Dennoch war die „Große Gesandtschaft“ der Beginn einer neuen petrinischen Diplomatie, jener Meilenstein, mit dem die Umwandlung Russlands und der Annäherungsprozess an Europa begannen. Es ist bekannt, dass Peter nach seiner Reise nach Europa die Prioritäten der russischen Außenpolitik wesentlich überarbeitete. Es war klar, dass der Zerfall der antitürkischen Koalition die Idee eines türkischen Kriegs perspektivlos machte. Peter nahm Kurs auf Beendigung des Kriegs mit dem Osmanischen Reich, um freie Hand zu bekommen für entschlossene Schritte in baltischer Richtung. Der Gedanke über die Notwendigkeit für die Wahl eines anderen Vektors in der Außenpolitik verfestigte sich bei ihm immer stärker. Jetzt verband er alle seine Bestrebungen mit der westlichen Richtung und dem Kampf gegen Schweden für einen Zugang zur Ostsee. Die „Nordische Union“ war jedoch nicht genügend beständig und Russland war dazu gezwungen, praktisch im Alleingang den Krieg mit Schweden fortzusetzen. Im August 1700 trat einer der Bündnisstaaten – Dänemark – aus dem Krieg aus und schloss einen Separatfrieden in Traventhal. Die Besetzung Polens durch Karl XII. und der Kriegsaustritt eines anderen Verbündeten Peters, König Augusts II., welcher den polnischen Thron dem Günstling des schwedischen Königs, Stanisław Leszczyński, abtrat, zwangen Russland zur Suche von Vermittlern für einen Friedensschluss, um die Eroberungen im Küstenbereich des Finnischen Meerbusens behalten zu können. In dieser für Russland nicht einfachen Lage entschloss sich Peter I., zu diplomatischen Mitteln zu greifen, welche als Ergänzung zu den Kriegshandlungen dienen sollten. Erneut wird Österreich Objekt für das besondere diplomatische Interesse Peters, in dem es zu diesem Zeitpunkt keine ständige russische diplomatische Vertretung gab. Für den russischen Zaren bekamen die Beziehungen mit Wien eine besondere Bedeutung. Gerade deshalb wurde zur Festigung der Beziehungen Anfang Februar 1701 Fürst Pjotr Alexejewitsch Golizyn zum Botschafter am österreichischen Hof ernannt. Dieser wurde beauftragt, geheim nach Wien zu fahren und eine persönliche Audienz beim Kaiser zu erwirken. So wurde der Grundstein für die russisch-österreichischen diplomatischen Beziehungen gelegt. Um diese so notwendige „Freundschaft“ mit der österreichischen Seite zu festigen, wurde eine Heiratsvermittlung zwischen einer der russischen Zarentöchter und dem Nachfolger des österreichischen Kaisers unternommen. Daraus wurde jedoch nichts. Nicht umgesetzt wurde auch eine andere Idee: den Sohn Peters und Jewdokija Lopuchinas, Zarewitsch Alexej, nach Wien zur Erziehung zu schicken. Die Wende vom XVII. zum XVIII. Jahrhundert ging in die Geschichte Russlands und Österreichs als schwierige, mit dramatischen Ereignissen erfüllte Zeit ein. Im Laufe des gesamten folgenden XVIII. Jahrhunderts waren die Beziehungen Russlands und Österreichs unausgeglichen und zeichneten sich auch nicht durch Stabilität aus. Es gab Perioden, in denen auf Grundlage der Gemeinsamkeit der politischen Interessen, vor allem aber der Konfrontation mit dem Osmanischen Reich, die Länder zu Verbündeten wurden. Sie befanden sich jedoch wegen entstehender Widersprüche und politischer Rivalitäten häufiger in den entgegengesetzten Lagern. Lang und fest konnte das Bündnis dieser beiden mächtigen Staaten wegen der ständigen Konkurrenz zwischen Russland und Österreich nicht sein. Gleichzeitig wurde gerade am Beginn des XVIII. Jahrhunderts die erste ständige diplomatische Vertretung Russlands in Wien eröffnet, was ein wichtiges Ergebnis dieser Periode der russisch-österreichischen Beziehungen darstellt.