BOTSCHAFT DER RUSSISCHEN FÖDERATION IN DER REPUBLIK ÖSTERREICH
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Handels-und wirtschaftliche Beziehungen

Die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen Russlands mit Österreich entwickeln sich dynamisch und vielschichtig.

Im Jahr 2019 setzte sich das Wachstum des russisch-österreichischen Handels fort. Der Warenaustausch zwischen den Ländern wuchs im Vergleich zu 2018 um 6,2% und erreichte ein neues Rekordniveau – 6.149,2 Millionen US-Dollar.

Die russischen Exporte nach Österreich beliefen sich auf 3.517,1 Millionen US-Dollar (gegenüber 2018 eine Erhöhung um 4,2%). Die Warenlieferungen aus Österreich nach Russland erreichten 2.632,1 Millionen US-Dollar und übertrafen damit den Vorjahreswert um 9%.

In Russland arbeiten erfolgreich Produktionsbetriebe, welche von Firmen aus Österreich gegründet wurden, darunter in den Bereichen Maschinenbau, Holzverarbeitung, Zellstoff und Papier, Chemie, Faseroptik, Pharmazeutik, Baustoffe und anderen, sowie auch die Bankengruppe Raiffeisenbank. 

Auf dem Bankenmarkt Österreichs festigt die Sberbank Europe AG ihre Position und hier sind Firmen von Gazprom, Lukoil, Gazpromneft, Metafrax und anderer russischer Produzenten tätig. 

Heute haben die Handels- und Investitionsbeziehungen zwischen Russland und Österreich einen pragmatischen und sachlichen Charakter. Jedes Jahr beginnen 5 - 7 große österreichische Investitionsprojekte in Russland. Russland und Österreich verwirklichen gemeinsame eurasische Projekte, unter anderem im Rahmen der Zusammenarbeit auf dem Gebiet von Drittländern.

Eine wesentliche russische Institution, welche den Aufbau und die Entwicklung bilateraler Kontakte zwischen russischen und österreichischen Unternehmen unterstützt, ist die Handelsvertretung Russlands in Österreich. Zu ihren grundlegenden Funktionen gehören: Marktforschung, Suche von potenziellen Partnern, Organisation von Verhandlungen, Unterstützung bei der Teilnahme an Präsentationen und der Durchführung von Geschäftsmissionen. Die Handelsvertretung arbeitet auch hinsichtlich Sichtbarmachung von Barrieren im bilateralen Handel und zu deren Beseitigung, indem sie in ständigem Kontakt mit den staatlichen Organen beider Länder steht. Die Koordinaten der Handelsvertretung: +43 1 505-44-58; au.russhv@aon.at

Eine wichtige Rolle bei der Entwicklung und Diversifizierung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern spielt die Gemischte Russisch-Österreichische Kommission für Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit (zwischenstaatliche Kommission). Auf ihrer 16. Sitzung am 24. Mai 2018 in St. Petersburg wurde eine aktualisierte Liste der Projekte des Aktionsprogramms zur Entwicklung der russisch-österreichischen Zusammenarbeit für die Modernisierung der Wirtschaft unterzeichnet, welche 28 Projekte im Wert von etwa drei Milliarden Euro umfasst. Diese beinhaltet Kooperationen in folgenden Bereichen: Energetik, Maschinenbau, Flugzeugbau, Agrarindustrie, Verkehr, Holzverarbeitung, Baustoffe, Technologietransfer und andere. Die größten internationalen Projekte sind: der Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 unter Beteiligung des österreichischen Konzerns OMV und der Ausbau der Breitspurbahnstrecke von Košice (Slowakei) nach Wien (Österreich).

Aktiv entwickelt sich die Zusammenarbeit im Bereich des Geschäftsdialogs. Der Russisch-Österreichische Wirtschaftsrat wurde 2007 gegründet. Seine erste Sitzung erfolgte im Rahmen des Staatsbesuchs des Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, in Österreich. Seit dieser Zeit entwickelte sich dieser Wirtschaftsrat zu einem maßgebenden Businessforum für den Dialog zwischen den Unternehmern Russlands und Österreichs. 

Am 14. Oktober 2019 fand in Moskau das 12. Treffen des Wirtschaftsrats unter Beteiligung von rund 200 Vertretern von Unternehmen und Organisationen Russlands und Österreichs statt. Auf der Plenarsitzung wurde die Einbeziehung von österreichischen Unternehmen in die Umsetzung der Föderationprojekte des Umfassenden Plans zur Modernisierung und Ausweitung der Hauptinfrastruktur bis 2024 diskutiert. Im Rahmen des Programms des Wirtschaftsrats sind drei ständige Arbeitsgruppen zu folgenden Themen tätig:

  • Maschinenbau, Werkzeugmaschinenbau, Automobilindustrie;
  • Infrastruktur, Verkehr, Kommunalwirtschaft;
  • Energiewirtschaft, Umweltschutz.

Die 13. Sitzung des Russisch-Österreichischen Wirtschaftsrates ist für den 18. Mai 2020 in Wien geplant und wird dem Thema der industriellen Digitalisierung gewidmet sein.