Rede von Botschafter Dmitrij Ljubinskij bei der Konferenz «Austria connect»
BOTSCHAFT DER RUSSISCHEN FÖDERATION IN DER REPUBLIK ÖSTERREICH
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/8:30-17:30
17 September / 2020

Rede von Botschafter Dmitrij Ljubinskij bei der Konferenz «Austria connect»

Moskau, 17. September 2020

Sehr geehrter Herr Präsident Mahrer,
Уважаемый Сергей Николаевич (Катырин),
Sehr geehrter Herr Botschafter (Eigner), Herr Lukavsky,
meine Damen und Herren,

Ich freue mich sehr über die Möglichkeit, sich an die Teilnehmer dieser hochkarätig besetzten Konferenz „Austria Connect“ in Moskau zu wenden – an alle, die mit der partnerschaftlichen Entwicklung der Geschäftsbeziehungen zwischen Russland und Österreich direkt verbunden sind, an die Unternehmer, welche auf dem Wirtschaftsraum Eurasien tätig sind. Meinen besten Dank gilt den Organisatoren und persönlich Herrn Präsidenten Mahrer, mit dem wir heute gemeinsam live auftreten.
Heute möchte ich vor allem den pragmatischen Charakter russisch-österreicher Beziehungen betonen. Die Corona-Pandemie hat natürlich auch die Wirtschaft schwer getroffen. Das gegenseitige Handelsvolumen verringert sich, die direkte Flugverbindung ist unterbrochen. In unseren intensiven direkten Kontakten auf politischer Ebene ist aus objektiven Gründen eine Pause eingetreten. Es ist aber zur Zeit so, dass unsere bilateralen Beziehungen, außer von COVID-19 leider auch von „dem politischen Virus“ ernst getroffen sind. Das war aber, ich möchte das ganz ernsthaft betonen, nicht unsere Wahl.
Meine persönlichen Kontakte der letzten Wochen und Tagen mit einer Reihe von Vertretern der österreichischen Business-Community zeugen eindrücklich davon, dass wir sowohl ein einheitliches Verständnis der bestehenden ernsthaften Situation in unseren Beziehungen mit Österreich und insgesamt mit der Europäischen Union, als auch aber gemeinsames Streben haben, aktiver zusammenzuarbeiten, die gegenseitig vorteilhafte Kooperation zu vertiefen und die verpasste Möglichkeiten, wo es nötig ist, nachzuholen und dies in der Zukunft nicht zu zulassen. Die jüngste Analyse der Regierung Russlands zeigt, dass die russische Wirtschaft im Großen und Ganzen ihre Beständigkeit nachgewiesen hat, dass die Krise keinen systembildenden Charakter trägt, und dass die Prognosen für 2021 uns Stabilisierung und auch Wachstum versprechen. Das ist auch für unsere bilateralen Zusammenarbeit sehr wichtig.
Ich bin der Meinung, dass die erfolgreiche Entwicklung der geschäftlichen Zusammenarbeit, die Fortbewegung bei der Umsetzung der wichtigen gemeinsamen Projekte können und müssen den besten Impfstoff gegen jegliche Schwankungen der politischen Konjunktur bilden.
Die bestehenden Mechanismen der bilateralen Zusammenarbeit sind jetzt besonders gerufen, eine gewichtige Unterstützung für die reibungslose Tätigkeit bei der synchronisierten Arbeit der Unternehmensgemeinschaften unserer Länder zu leisten.
Wir rechnen insbesondere mit Reaktivierung der Arbeit der Gemischten Regierungs-Kommission für Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit, sobald die dazu benötigten Bedingungen gereift sind;
Mit effektiver Umsetzung vieler Initiativen des Zivilgesellschaftlichen Forums „Sotschi-Dialog“, welches seine Werdegangsperiode erfolgreich gemeistert hat und auch während der Pandemie einige nützliche Veranstaltungen online durchführte;
Und mit dem Einsatz des großen Potentials unserer interregionalen Zusammenarbeit zwischen vielen interessierten Subjekten der Russischen Föderation und österreichischen Bundesländern. Als Beispiel erwähne ich hier nur den im März 2019 im Hause der WKÖ - wo wir uns jetzt befinden – zum erstens stattgefundenen „Tag der russischen Regionen“ als eine Komplexe Aktion unter Beteiligung von 14 russischen Regionen, einschließlich 3 davon auf Gouverneur-Ebene und ca. 250 österreichische Firmen. Mit Herrn Präsidenten Mahrer haben wir schon vor kurzem die Idee erörtert, diese sehr nützliche und einen praktischen Output bringende Initiative fortzusetzen. Sowie auch das Interesse der Regierung Moskaus, in naher Zukunft das nächste Geschäftsforum in der österreichischen Partner-Hauptstadt durchzuführen, welches unter anderem den heutzutage besonders akuten Aufgaben für medizinische Industrie gewidmet werden wird.
Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen fruchtvolle Kontakte. Die Gewähr unseres gemeinsamen Erfolges liegt im Dialog und gegenseitigen Vertrauen.