BOTSCHAFT DER RUSSISCHEN FÖDERATION IN DER REPUBLIK ÖSTERREICH
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/8:30-17:30
05 August

Grußworte von Botschafter Dmitrij Ljubinskij bei der Eröffnung der Ausstellung «Civilization. The island of the day before»


 Sehr geehrte Frau Direktorin Brugger,
sehr geehrter Herr Klyukin,
sehr geehrte Damen und Herren!

Es ist für mich und für uns alle eine ganz besondere Freude, heute an der Eröffnung dieser markanten Ausstellung in Bank Austria Kunstforum Wien teilzunehmen. Wegen einer zu langen pandemiebedingten Pause bekamen wir hautnah zu spüren, wie wichtig für jeden von uns Kultur und kulturelle Veranstaltungen sind, welche außerordentliche Rolle eine unmittelbare Interaktion mit der schöpferischen Seite des Menschenlebens spielt. Mit dem Schönen im breiten Sinne – darstellende Kunst, Theater, Musik… Und jetzt, auf gute Art und Weise hungrig und durstig nach gemeinsamen Erlebnissen, kriegen wir endlich die Möglichkeit, das während der letzten anderthalb Jahren nicht Genossene, nicht Gesehene, nicht Gehörte «nachzuholen». Dafür darf ich vor allem den Organisatoren der Exposition unsere Dankbarkeit zum Ausdruck bringen.

Sehr erfreulich und symbolisch für mich ist es, dass der talentierte russische Künstler Vasily Klyukin seine Werke hier in der Hauptstadt der Kultur zum ersten Mal dem Publikum in Wien präsentiert. Enge bilaterale Verbindungen im kulturellen Bereich spielten immer eine besondere Rolle für unsere Länder. Und heute trotz aller Widrigkeiten unseres Alltags dienen sie als Beispiel der immer möglichen erfolgreichen Kommunikation – es ist kein Geheimnis, dass viele berühmte russische Musiker, Maler, Bildhauer, Schauspieler hier auf den Donauufern eine perfekte Atmosphäre für einen kreativen Schaffensprozess finden.

In den künstlerischen Darstellungen Vasily Klyukins – auch in der heutigen Ausstellung – ist das Thema Nachhaltigkeit, Umwelt eines der Leitmotive. Interessant klingen auch die Ideen des Autors über die Nutzung von Plastik als Material der Zukunft. Und da finde ich auch eine Art Gleichklang mit der Welt der großen Politik: toxisch und destruktiv sind nicht unbedingt konkrete Stoffe und ganz gewohnte Formen, sondern eher unser Umgang mit ihnen, unsere öfters klischeeartige Sichtweise auf sie. Also Plastik im Denken ist auch jetzt gerade in Außenpolitik vielleicht mehr als je früher gefragt. Ich bedanke mich, meine Damen und Herren, für die Möglichkeit heute mit Ihnen zu sein und wünsche Ihnen einen angenehmen Abend!