BOTSCHAFT DER RUSSISCHEN FÖDERATION IN DER REPUBLIK ÖSTERREICH
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17 Jänner

Erklärung des Außenministeriums der Russischen Föderation zu South Stream-2


 Aus den Antworten des Außenministeriums der Russischen Föderation auf Fragen der Medien zur Pressekonferenz zu den Ergebnissen der Tätigkeit russischer Diplomatie 2019.

Ungeachtet aller Schwierigkeiten wird die Umsetzung anderer großer Infrastrukturprojekte mit russischer Teilnahme fortgesetzt, unter anderem Nord Stream-2. Wir wissen, dass bei Weitem nicht alle in der EU dieses Projekt willkommen heißen. Gegner gibt es sowohl unter den EU-Mitgliedstaaten, als auch in den europäischen Institutionen. Es ist gut bekannt, wie man in der EU die Änderungen zur sogenannten „Gas-Richtlinie“, die ausschließlich, obwohl uns das Gegenteil behauptet wurde, gegen Nord Stream-2 gerichtet waren.

Weiters sollten hier die Aktivitäten Washingtons gegen diese Initiative genannt werden. Die Aufnahme der bekannten Sanktionsbestimmungen in das amerikanische Gesetz über den Verteidigungshaushalt 2020 stellt eine offene Einmischung in die europäischen Angelegenheiten dar. Einige amerikanische Senatoren wagen bereits offene Drohungen gegen konkrete Unternehmen auszusprechen, die am Bau des Nord Stream-2 beteiligt sind. Es geht dabei gewiss nicht um Besorgtheit der europäischen Energiesicherheit wegen, sondern um das Aufzwingen des teuren amerikanischen Flüssigerdgases für den europäischen Markt. Mit anderen Worten – ein gravierendes Beispiel des unlauteren Wettbewerbes unter dem Deckmantel von politischen Parolen.

Ungeachtet des fortsetzenden Druckes wird Nord Stream-2 zu Ende gebaut. Für die pragmatischen Europäer ist der Gewinn von einer weiteren Gastransportroute offensichtlich. Obwohl es auch Länder gibt, die bereit sind für ihre Herren am anderen Ufer des Atlantiks auf Kosten der Interessen ihrer eigenen Bürger zu arbeiten.

Also liegt der Schlussfolgerung, wer in Wirklichkeit zur Energiesicherheit der EU beiträgt auf der Hand.

Bild:RT Deutsch