BOTSCHAFT DER RUSSISCHEN FÖDERATION IN DER REPUBLIK ÖSTERREICH
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15 Mai

Über die Auszeichnung von Maria Langthaler mit dem Tapferkeitsorden (posthum)


 In den Tagen der Feierlichkeiten anlässlich des 76. Jahrestages der Befreiung des KZ Mauthausen übergab Botschafter Dmitrij Ljubinskij Anna Hackl, der Tochter von Maria Langthaler, feierlich den Orden der Tapferkeit. Der Erlass über die Auszeichnung wurde vom Präsidenten Russlands Wladimir Putin am 29. März 2021 unterzeichnet.
An der Zeremonie nahm auch der Vorsitzende des Mauthausen Komitees Willi Mernyi teil.
 Im Februar 1945 verbarg die Familie von Maria Langthaler unter Lebensgefahr zwei sowjetische Kriegsgefangene, die aus dem in der Nähe befindlichen Konzentrationslager Mauthausen geflüchtet waren, bei sich auf dem Hof. Im Laufe von 92 Tagen verbargen die Langthaler Michail Rybtschinskij und Nikolaj Tsemkalo, gaben ihnen Essen und pflegten sie. Im Kreis lief dieser Tage die grausame „Hasenjagd“ - eine Bestrafungsoperation der Nazis zur Ausforschung der Geflohenen aus Mauthausen. Im Laufe dieser unmenschlichen Aktion, an der leider die lokale Bevölkerung aktiv teilgenommen hatte, wurden fast alle Geflohenen getötet. Aber die Menschlichkeit und Barmherzigkeit einer einfachen österreichischen Familie bewahrten Rybtschinskij und Tsemkalo vor dem sicheren Tod.
 Botschafter Dmitrij Ljubinskij unterstrich in seiner Rede, dass die Heldentat von Maria Langthaler und ihrer ganzen Familie - ein Beispiel des wahren Heldenmutes und der Aufopferung, eines der Symbole der festen und aufrichtigen Beziehungen zwischen den Völkern Russlands und Österreichs ist.